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Mo, 13. Oktober 2014

Eröffnung der 4. Integrationswoche

Die altehrwürdigen Mauern des Bremer Rathauses hallen an diesem Abend des 12. Oktober von HipHop wider. Die Obere Rathaus Halle ist zum Bersten voll. Daniel Magel und sein Team begrüßen die Gäste der Integrationswoche mit einer Vorführung ihres „Hood-Trainings”*. Optisch eine Mischung aus verschiedenen Kampfsportarten, aus Boxen und Akrobatik. Die acht Jungs greifen sich gegenseitig spielerisch an, wirbeln über den harten Holzboden und vollführen Saltos, dazu HipHop aus dem Ghetto-Blaster. „Was Jugendliche beim Hood-Training lernen, ist Respekt, Grenzen und Regeln einzuhalten und mit Strukturen und Ritualen umzugehen“, erklärt der Leiter Daniel Magel. „Wir möchten Kinder aus sozialen Brennpunkten helfen, sich durch Sport zu finden.“

Integration kein Selbstläufer

Im Anschluss begrüßt die Staatsrätin für Integration, Ulrike Hiller, die Gäste und appeliert an ein respektvolles und friedliches Miteinander zwischen Einheimischen und Zugereisten. Deshalb stehe die Begegnung von Menschen unterschiedlicher Herkunft im Zentrum dieser 4. Bremer Integrationswoche vom 12. bis 18. Oktober. „Integration ist kein Selbstläufer, sondern ein Prozess. Wichtig ist, ihn ständig fortzuführen und sichtbar zu machen – und das gemeinsam“, so Hiller. (Hier die komplette Begrüßungsrede).
Danach ergreift Cornelius Neumann-Redlin als Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände, die die Integrationswoche finanziell unterstützen, das Wort. „Wir tun dies gern und aus Überzeugung“, so Neumann-Redlin, seit jeher seien doch die Unternehmen der Motor der Integration. Auf der Arbeit sei das Miteinander längst selbstverständlich.

Kulturelles Programm

Mit jungen Leuten aus Musik, Sport und Literatur wird das Rahmenprogramm der Eröffnungsveranstaltung bestritten, moderiert von Gülcan Yoksulabakan-Üstüay . Da bringt Then Yang zu den Zitherklängen Klängen seiner Frau eine Kalligrafie zu Papier, Anna aus Weißrussland und Alice aus Portugal musizierten gemeinsam auf Bratsche und Geige, der Berliner Slam-Poet Younes Al-Amayra tut seine Gedanken zum Thema „Wie werde ich Deutscher?“ kund, die Sängerin Nihan Devecioglu und Julien Chanal bieten ihre Interpretation eines alten Volksliedes da und vieles, vieles mehr.
An die 200 Veranstaltungen bietet die Integrationswoche in Bremen und Bremerhaven in der Zeit vom 12. bis zum 18. Oktober: http://www.bremer-integrationswoche.de


“Hood” ist im Jugend-Ghettoslang = das Stadtviertel, der Kiez oder Block mit seinen Bewohnerinnen und Bewohnern

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