Aktuelles


Mo, 08. Februar 2016

Markt der Möglichkeiten

Stärkung des Zusammenhalts in der Gesellschaft und Vernetzung fördern

Am 6. Februar rief Pegida zum europäischen Aktionstag auf, um die „Festung Europa“ zu proklamieren. Er freue sich umso mehr, an diesem Tag in Bremen sein zu dürfen, beim „Markt der Möglichkeiten“ im Bamberger Haus, sagte Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates. Er war an diesem Tag von der Friedrich-Ebert-Stiftung als Referent geladen, über das Thema Integration durch gemeinsame Werte – Welches Wertefundament braucht die Einwanderungsgesellschaft? zu sprechen.
Hier, in den Räumlichkeiten der VHS trafen sich nämlichauf Einladung des Bremer Rates für Integration (BRI), der Bremer Bürgerstiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung über 100 Organisationen, Vereine, Institutionen, die sich haupt- oder ehrenamtlich für aus ihrer Heimat Geflohene engagieren, um sich auf dem „Markt der Möglichkeiten“ gegenseitig kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen. Über zwei Ebenen verteilt konnten sich interessierte Besucherinnen und Besucher von 14 bis 18 Uhr informieren und herausfinden, welcher Initiative sie sich anschließen möchten. Und auch Geflüchtete selbst konnten hier Unterstützung und Kontakt finden.

Harth-Schoeffer350 Publikum350
Eröffneten den “Markt der Möglichkeiten” im Bamberger Haus: Bremens Integrationsbeauftragte Silke Harth und Hausherrin Dr. Sabina Schoefer

Für die erkrankte Schirmherrin der Veranstaltung, Sozialsenatorin Anja Stahmann, übernahm Bremens Integrationsbeauftragte Silke Harth die Begrüßung. Sie sei beeindruckt von der Vielfalt und der Bereitschaft von Bremerinnen und Bremern, andere Menschen unterstützen und Lebenssituationen verbessern zu wollen. „Die Geflüchteten brauchen Orte, wo sie aufgefangen werden.“ Von Amnesty International bis Willkommensinitiative Vegesack, von migrantischen Organisationen bis zu den Bremer Hebammen, von Vereinen bis Einzelpersonen waren alle vertreten. „Viele verbinden es gar nicht mit dem Label Ehrenamt“, stellte die Integrationsbeauftragte fest. Doch gerade auch die, die sich in ihrer Freizeit mit guten Ideen, viel Mut und enormer Kraft dieser großen Aufgabe gestellt haben, brauchen Unterstützung. Das meint auch die Psychotherapeutenkammer und bietet „Unterstützung für Ehrenamtliche in der Arbeit mit Flüchtlingen” an. Eins von vielen Angeboten, das bisher wenig bekannt war.
Für 18 Uhr war das offizielle Ende des Markts der Möglichkeiten angesetzt, dass sich mit der um 17 Uhr gestarteten Podiumsdiskussion zum Thema „Integration durch gesellschaftliche Teilhabe – Welche beruflichen Perspektiven können wir Geflüchteten bieten“ allerdings nach hinten verschob.

Katzensprung Maenner Kath-Kirche Muslimische-Gem Pan-africa2 LSB

Der Bremer Rat für Integration bei facebook