"Ist nackt schlimm?"

Bremer Projekt vom Deutschen Museumsbund gefördert

Das Bildhauermuseum Gerhard-Marcks-Haus, die Gesamtschule Ost (GSO) in Tenever und der Bremer Rat für Integration (BRI) haben im Schuljahr 2013/2014 gemeinsam ein Projekt gestartet: „Ist nackt schlimm?“. Das Thema: Akte.
„Was in der Kunst ‚normal’ ist, wird vom Betrachter je nach Lebensalter, aber auch sozialer und kultureller Herkunft, unterschiedlich wahrgenommen und bewertet“, erklärt die Vorsitzende des Bremer Rates für Integration, Libuse Cerna, den Hintergrund. „Die Erfahrung zeigt, dass man beim Thema ‚Akte’ oft auf Widerstand stößt“, ergänzt Museumsdirektor Arie Hartog seine Erfahrung mit Schulklassen.

„Alle Welt im Museum“

Das Bremer Projekt war Teil der Bundesinitiative „Alle Welt im Museum 2013“, die vom Innenministerium gefördert wird. Angesprochen werden sollten Menschen, die sonst nicht ins Museum gehen. Anlass ist die vielerorts bemerkte Notwendigkeit, dass Museen heute lernen müssen, mit einer großen Vielfalt in der Gesellschaft umzugehen und entsprechend ihre Methoden anpassen müssen.

Projekt-Inhalte

Bei dem Projekt „Ist nackt schlimm?“ ging es vor vorrangig darum, dass die rund 100 Schüler einer 7., 8., 10., 11. und 12. Klasse der Gesamtschule Ost (GSO) ihre Position zu den Themen „Nacktheit“ und „Körperlichkeit“ reflektierten und darüber mit ihrem Umfeld ins Gespräch kommen sollten. Wie verhalten sich heutiges Wissen, Verbote und Emotionen zu bestimmten Figuren des Bildhauers Gerhard Marcks, die nicht immer dem gängigen Schönheitsideal entsprechen? Dies wurde im Unterricht diskutiert und auch praktisch erarbeitet. Das Ergebnis war eine Ausstellung von Schülerarbeiten, die vor den Weihnachtsferien im Gerhard-Marcks-Haus eröffnete wurde und bis Januar 2014 dort zu sehen war.

Der Film zum Projekt

Als Tüpfelchen auf dem „i“ will die Bremer Medienpädagogin und Filmemacherin Edina Medra mit den Schülern der 8. Klasse einen Kurzfilm drehen: „Nackt im Museum“. Es soll darum gehen, welche Möglichkeiten es für Museumsbesucher gibt, mit ausgestellten Akten umzugehen. Die Dreharbeiten beginnen Mitte Februar. Die Präsentation ist für April angepeilt, danach soll der 5 bis 10-minütige Kurzfilm auf Youtube für alle zu sehen sein.

Der Bremer Rat für Integration begleitet das Projekt inhaltlich und formal und berichtet regelmäßig auf dieser Homepage und in einem blog auf der Seite des Deutschen Museumsbundes.

Fernsehbeitrag bunten un binnen 29.08.2013

Fernsehtbeitrag SAT 1 regional 29.08.2013

Fernsehtbeitrag SAT 1 regional 12.12.2013

Weser-Kurier Stadtteil-Kurier 01.09.2013

Weser-Kurier 12.12.2013

Weser-Report, 02.09.2013

BILD Bremen 30.08.2013

BILD Bremen 12.12.2013

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