Musik überwindet Grenzen

Neues Exil-Orchester „Syrian Expat Philharmonic Orchestra“ in Bremen gegründet

Zwischen 1933 und 1945 gingen Tausende deutsche Künstler ins Exil. Heute ist Deutschland – seit Jahrzehnten – selbst Zufluchtsort für verfolgte Künstler. In Bremen beispielsweise lebt seit zwei Jahren der Syrer Raed Jazbeh. Er ist Kontrabassist und musikalischer Direktor des Ensembles „Camellia Symphony“. Und er hat einen Traum: Er möchte in Bremen ein Exil-Orchester ins Leben rufen. Unterstützung erfährt er dabei durch den Bremer Rat für Integration (BRI), die Kulturkirche St. Stephani Bremen und Zuflucht e.V.
Am 25. Juni 2015 trat Raed Jazbeh mit seinem siebenköpfigen Ensemble „Camellia Symphony“ zur Finissage der Ausstellung „Homeland/Heimat“ von Herwig Gillerke in St. Stephani auf – eine Kooperationsveranstaltung von Kulturkirche und BRI. Die allesamt aus Syrien stammenden Ensemble-Mitglieder präsentierten dazu passend traditionelle und zeitgenössische Musik des Nahen Ostens und des arabischen Raums. Vor ihrer Flucht 2013 haben die sieben bereits zusammen im „Syrischen Philharmonischen Orchester“ in Damaskus gespielt.
„Der Auftritt in der Kulturkirche war ein voller Erfolg“, so die Vorsitzende des Bremer Rates für Integration (BRI), Libuse Cerna. „Die rund 180 Gäste waren begeistert“. Statt eines Eintritts wurde zu Spenden aufgerufen. „Es kam so viel Geld zusammen, dass wir damit die Fahrtkosten der Musiker bezahlen können“, freut sich Pastorin Diemut Meyer von der Kulturkirche. Seinem Traum, ein Exil-Orchester unter dem Namen „Syrian Expat Philharmonic Orchestra“ zu gründen – bestehend aus im europäischen Exil lebenden syrischen Musikern und Musikerinnen –, ist Raed Jazbeh damit bereits im Sommer 2015 einen Schritt näher gekommen.
Am 22. September 2015 dann konnte das „Syrian Expat Philharmonic Orchestra“ (SEPO), dank der Unterstützung verschiedener Bremer Institutionen, Vereine und Privatleute, erstmals in Bremen ein Konzert geben. Aufführungsort war der alte Sendesaal. Zu hören waren professionelle Exil-Musiker aus Syrien mit klassischen Orchesterinstrumenten und orientalischen Instrumenten. Unterstützt wurden sie von Musikern verschiedener Bremer Orchester. Gespielt wurden unter der Leitung von Martin Lentz syrische und arabische Orchesterwerke von Maias Alyamani, Issa Boulos, Salim Dada und anderen. Außerdem: Musik von Franz Schubert, Peter Iljitsch Tschaikowsky und George Fenton. Dass Musik verbindet und Grenzen überwinden kann, wollten die syrischen und bremischen Künstler an diesem Abend mit ihrem gemeinsamen Auftritt zeigen.

Unterstützt von: Musikschule Bremen, Bremer Rat für Integration (BRI), Kulturkirche St. Stephani Bremen, Kulturhof Peterswerder, Lions Club Cosmpolitan, Zahnarztpraxis Dr. (SYR) Ghannam, Bremer Bürgerstiftung, Zuflucht e.V.

Pressestimmen:

Weser-Kurier vom 17.09.2015

Weser-Kurier vom 24.09.2015

taz vom 21.09.2015

buten un binnen vom 23.09.2015

ZDF heute journal vom 20.09.2015

SAT 1 vom 21.09.2015

Bremer Kirchenzeitung

Syker Kreiszeitung vom 17.09.2015

arte vom 23.09.2015

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