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Gleiche Rechte für Alle?!

Fachtag „Rassismus in der Sozialen Arbeit”, Teil II

Rassismus ist einerseits eine Normalität in Deutschland und wird zugleich wenig thematisiert. Das betrifft auch das Feld Sozialer Arbeit: Rassistische Strukturen und Ungleichheitsverhältnisse prägen die Lebenswirklichkeiten und Lebenschancen vieler Menschen; sie durchziehen den beruflichen Alltag quer durch alle sozialarbeiterischen und sozialpädagogischen Arbeitsfelder. Auch die Hochschulen und Universitäten stehen in der Verantwortung, einen (selbst-)kritischen Blick auf diese Verhältnisse zu werfen. Dennoch bleibt Rassismus häufig unbenannt. Selten wird systematisch über Rassismus gesprochen, es fehlen Räume für Austausch und (Selbst-)Reflexion.
Hinzu kommen aktuell neue Entwicklungen: Im vergangenen Jahr haben sich institutionalisierte Ungleichbehandlungen von Menschen im Kontext Sozialer Arbeit verschärft, die es auch rassismuskritisch zu hinterfragen gilt. Betroffen bzw. involviert sind sowohl Adressat_innen Sozialer Arbeit als auch die Fachkräfte selbst. Beispielsweise stehen dramatische Verschlechterungen der Rechtslage für geflüchtete Menschen an, die auch unmittelbare Auswirkungen auf die Strukturen und Möglichkeiten Sozialer Arbeit haben werden. Gegenwärtig werden insbesondere im Feld der professionellen Unterstützung geflüchteter Menschen Standards Sozialer Arbeit, wie das Fachkräftegebot, aber auch die Standards im Umgang mit unter-18-Jährigen aufgeweicht.
Auf dem Fachtag sollen diese Entwicklungen aufgriffen und ein Fokus auf Fragen und Themen gelegt werden, die aus der Praxis Sozialer Arbeit formuliert werden:
• Inwiefern sind wir als Sozialarbeiter_innen und Sozialpädagog_innen an den gegenwärtigen Entwicklungen beteiligt?
• Welche Möglichkeiten und Ideen gibt es, innerhalb der jeweiligen Arbeitszusammenhänge rassismuskritisch zu handeln?

Mit Beiträgen von Prof. Dr. Astrid Messerschmidt (Vortrag), Marina Chernivsky (Tagungsreflexion) sowie Miriam Burzlaff, Naemi Eiffler, Yann Fingerhut, Barbara J. Funck, Kiana Ghaffarizad, Lydia Heidrich, Sabine Herold, Claudia Jakob, Antje Krüger, Friederike Lorenz, Sewita Mebrahtu, Sunny Omwenyeke, Paquale Virginie Rotter, Oihane Schmutte (Workshops)

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Termin: 15. September 2016
Zeit: 9.30-16.30 Uhr (Ankommen & Anmelden ab 9.00 Uhr)
Ort: Hochschule Bremen, Neustadtswall 30, AB-Gebäude, Staffelgeschoss/10. Obergeschoss. Alle Räume sind mit Rollstuhl zugänglich.
Anmeldung: Da die Plätze begrenzt sind (100 TN_innen), bitten wir bis zum 15.08.16 um eine formlose Anmeldung an: krueger@die-buchte.de
Wir bitten darum, mit der Anmeldung drei Workshopwünsche anzugeben (Erst-, Zweit-, und Drittwahl). Um die einzelnen Workshops in einem Rahmen zu halten, in dem ein Austausch aller Teilnehmenden stattfinden kann, können möglicherweise nicht alle Workshopwünsche erfüllt werden.
Kosten: Wir werden am Fachtag vor Ort um einen Unkostenbeitrag nach Selbsteinschätzung bitten (zwischen 1–20 Euro).
Es wird kein gesondertes Catering geben. Die Mensa der Hochschule hat geöffnet, hier werden Getränke, Snacks und Mittagsmenüs zu günstigen Preisen angeboten.


Der Fachtag wird organisiert in Kooperation von:
ADA - Antidiskriminierung in der Arbeitswelt
AKS Bremen - Arbeitskreis kritische Soziale Arbeit Bremen
BISA+E - Bremer Institut für Soziale Arbeit und Entwicklung e.V.
Bundesprogramm “Demokratie Leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit”
Flüchtlingsrat Bremen
Naturfreundejugend Bremen

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