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Lesung mit Feridun Zaimoglu

Feridun Zaimoglu liest im Foyer des Kleinen Hauses im Bremer Theater aus seinem gerade erschienen Roman “Evangelio”. Ein Luther-Roman der ganz anderen Art. Ein Thriller. Mit erstaunlichem Kenntnisreichtum und dramatischen Zuspitzungen erzählt der Autor von einem großen Deutschen, einer Zeit im Umbruch und der Macht und Ohnmacht des Glaubens. Und das alles in dem ihm eigenen Ton.

  1. Mai 1521 bis 1. März 1522: Martin Luther hält sich auf der Wartburg auf. Gänzlich unfreiwillig, denn er ist auf Geheiß des Kurfürsten von Sachsen in Gewahrsam genommen worden. Dort sieht er sich größten Anfechtungen ausgesetzt, vollbringt aber auch sein größtes Werk: In nur zehn Wochen übersetzt er das Neue Testament ins Deutsche. Feridun Zaimoglu begibt sich in die Zeit, auf die Burg und in die Kämpfe, die der Verdolmetscher auszufechten hat. Dazu bedient er sich eines Ich-Erzählers, der zwar eine erfundene Figur, aber äußerst faszinierend ist: Landsknecht Burkhard, ein ungeratener Kaufmannssohn, ist Martin Luther zum Schutze an die Seite gestellt. Seine Perspektive ist es, die den Blick auf das Leben, das Streben und die Qualen des Reformators eröffnet.

In Zusammenarbeit mit globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur im Rahmen des Azubifestivals „Bremer Frühling“.

30. März, 20.30 Uhr, noon / Foyer Kleines Haus

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