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Do, 15. November 2018

20. „Migrant*innentage“ im Kulturzentrum Lagerhaus

Die „Migrant*innentage gegen Ausgrenzung“ im Kulturzentrum Lagerhaus feiern 20-Jähriges! Unter dem Motto „Migration: dort & hier“ gibt es wieder Filmvorführungen, Lesungen, Konzerte, Ausstellungen, Podiumsdiskussionen und mehr – vom 23. November bis zum 31. Dezember.

Seit nunmehr 20 Jahren bieten die „Migrant_innentage gegen Ausgrenzung“ eine Plattform der Begegnung und des gegenseitigen Kennenlernens im Herzen des Bremer Viertels. „Hier tauscht man sich aus, feiert zusammen und entwickelt eine Sensibilität für kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede“, sagt Mitorganisatorin Eusevia Torrico Jiménez vom Migrationsbereich im Lagerhaus. „Das diesjährige Motto ‚Migration: dort & hier‘ weist darauf hin, dass einerseits die Umstände in den Herkunftsländern – „dort“ – beleuchtet werden, und andererseits das, was nach der Ankunft in Deutschland – „hier“ – mit den Menschen passiert. Beide Perspektiven kommen in diesem Jahr zum Tragen“, erläutert Eusevia Torrico Jiménez. Beispielsweise berichtet der Verein der Vietnamesischen Flüchtlinge in Bremen mit seiner Präsentation „Deutschland als zweite Heimat der vietnamesischen Flüchtlinge“ von den Gründen für die Flucht zahlreicher Landsleute. Was nach der Ankunft in Deutschland passiert, damit beschäftigt sich etwa der Infoabend „Bremer Einbürgerungskampagne: Wie werde ich Einbürgerungslotse?“, der aufzeigt, warum zahlreiche Migranten sich nicht oder noch nicht dazu entschieden haben, sich einbürgern zu lassen. Was wären die „Mirgant_innentage“ ohne den Lokalmatador Osman Engin? Der Bremer Satiriker nimmt am 23. November auf unterhaltsame Weise die Differenzen zwischen Türkei und Deutschland aufs Korn.
Film-Tipp
Der Film am Donnerstag, 29. November, “Ich habe hier meinen ersten Schneemann gebaut – Migranten in der Tschechischen Republik“ ist eine Dokumentation über Migrantinnen und Migranten in der Tschechischen Republik. Keine Quote, keine Flüchtlinge, so heißt die offizielle politische Devise in Tschechien. Dass hier viele Menschen aus Vietnam, aus der Ukraine oder aus den Vereinigten Staaten leben, verschweigen die Politiker. António Pedro Nobre, selbst Zugewanderter, befragt in seinem Film Migranten, wie sie sich in diesem Land fühlen und wie sie dort leben. Mit dem Regisseur gibt es im Anschluss an die Filmvorführung im Focke-Museum (Schwachhauser Heerst. 240) eine Diskussion. Der Eintritt ist frei!

Das komplette Programm:
MigrantInnentage 2018

https://kulturzentrum-lagerhaus.de/migration

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