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Do, 20. Februar 2020

Bremer Rat für Integration zum rassistischen Terroranschlag in Hanau

Wir sind entsetzt und in tiefer Trauer. Unser Mitgefühl gilt den Familienangehörigen und Freund*innen der Opfer. Wir fragen uns: Was muss in diesem Land noch geschehen, damit die Gefahr von rechts und der rassistische Terror ernst genommen und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden? Wie kann es sein, dass jemand für seine rassistische Haltung bekannt war, seine Tat ankündigte und diese trotzdem nicht verhindert wurde? Wieso mussten diese Menschen sterben?

Hanau ist überall. Auch in Bremen werden Menschen bedroht. Es ist nur ein kleiner Schritt von der Bedrohung zur Tat.

Besonders besorgniserregend ist für uns die mediale Darstellung, die im ersten Schritt diese Tat verharmloste und sogar – ähnlich wie bei den NSU-Morden – zu falschen klischeehaften Bildern griff. Wir fordern die Justiz, die Sicherheitsbehörden, die Politiker*innen auf, diese Gefahr in der Mitte der Gesellschaft endlich ernst zu nehmen und entsprechende Schritte vorzunehmen.

Vorsitzende des BRI,
Libuse Cerna

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