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Fr, 10. April 2020

Vierter Corona-Fall bei Bewohnern in der Landeserstaufnahme-Einrichtung

Am Mittwoch, 8. April 2020, ist erneut ein Bewohner der Landeserstaufnahmestelle für Geflüchtete (LASt) positiv auf das SARS-CoV-2-Virus („Corona“) getestet worden. Der Mann war 14 Tage vor seiner Ankunft in der LASt aus einem Risikogebiet nach Bremen zurückgekehrt. Die Sozialbehörde hatte ihn vorsorglich in häuslicher Quarantäne untergebracht, obwohl er keine Krankheitssymptome gezeigt hat. Den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts und den Absprachen mit dem Gesundheitsressort entsprechend ist die häusliche Isolierung nach 14 Tagen Symptomfreiheit wieder aufgehoben worden, der Bewohner ist am vergangenen Montag in den allgemeinen Wohnbereich der LASt zurückgekehrt. Dort ist er positiv getestet worden. Der Flur, in dem er gewohnt hat, steht unter Quarantäne, alle Mitbewohnerinnen und Mitbewohner werden auf das Virus getestet.
Bislang gab es drei positive Befunde, alle drei bei Neuangekommenen, die bis zum Vorliegen ihres Testergebnisses in abgesonderten Bereichen aufgenommen werden. Derzeit gibt es drei dieser abgesonderten Ankommensbereiche, in zweien stehen die Bewohnerinnen und Bewohner wegen der genannten Positivbefunde unter Quarantäne, im dritten werden ab sofort Neuankömmlinge aufgenommen. Alle positiv getesteten Personen leben nicht mehr in der Erstaufnahme und sind isoliert untergebracht.
Alle näheren Kontaktpersonen des vierten Infizierten wurden ermittelt, die Familie und zwei nachgewiesenen enge Kontaktpersonen stehen seit gestern ebenfalls unter Quarantäne. Die am frühen Mittwochabend vorsorglich erlassene Ausgangssperre für die Landeserstaufnahmestelle hat die Gesundheitsbehörde am späteren Abend wieder aufgehoben. Die für den heutigen Donnerstag (9. April 2020) geplanten Umzüge von 30 Personen aus der LASt, die zu einer verminderten Belegung der Erstaufnahme beitragen soll, haben stattgefunden. Die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner in der Erstaufnahme sinkt damit auf rund 400. Weitere Maßnahmen werden in Absprache mit und auf Weisung der Gesundheitsbehörde getroffen.

Pressemitteilung der Sozialbehörde vom 9.4.2020

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