Aktuelles


Di, 07. April 2020

Zur Forderung der Schließung der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete (EAE)

Der Bremer Rat für Integration (BRI) legt großen Wert darauf, dass er auf der Grundlage seiner langjährigen Expertise – und vor allem unabhängig! – agiert. Grundsätzlich ist unser Prinzip, dass wir uns unser eigenes Bild machen, auf dieser Grundlage dann handeln und stets das Gespräch suchen. Konkret heißt es, dass wir seit Jahren die Situation der geflüchteten Menschen in Bremen beobachten, Unterkünfte besuchen, mit den Geflüchteten, mit den dort arbeitenden Menschen und mit den Verantwortlichen im Kontakt sind und auf Missstände hinweisen.
Weiterhin gilt, dass auch wir, die Lage in der EAE kritisch begleiten, deswegen haben wir dazu mehrere Gespräche geführt und Briefe an die Sozialsenatorin, das zuständige Referat, die Vereinigung der Kinderärzt*innen in Bremen und an die Bildungssenatorin geschrieben. Seit Wochen sind allerdings keine Besucher*innen in der EAE zugelassen, wir können also nicht mehr selbst die Lage vor Ort überprüfen. Deswegen haben wir uns entschieden, verschiedene Positionen abzubilden, um damit den interessierten Leser*innen ein differenziertes Bild der Situation in der EAE in der Lindenstraße zu ermöglichen. Ansonsten bleibt jetzt die Entscheidung der Bremer Staatanwaltschaft abzuwarten.

Am 3. April erreichte den Bremer Rat für Integration (BRI) ein Schreiben von MediNetz (Medizinische Vermittlungs- und Beratungsstelle für Flüchtlinge, MigrantInnen und Papierlose in der Bernhardstraße):

„Antwort des MediNetz Bremen an den Bremer Rat für Integration bezüglich seiner Stellungnahme zur Forderung der Schließung der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete“
Medinetz vom 3. April 2020

Und es erreichte den BRI ein Bericht der Sozialsenatorin, ebenfalls vom 3. April, zur Unterbringung von geflüchteten Menschen vor dem Hintergrund der Corona-Krise: Zur Situation in der EAE in der Lindenstraße, zur Vorgehensweise bei Neuankommenden, bei begründeten Verdachtsfällen und bei bestätigten Krankheitsfällen in der Landeserstaufnahmestelle sowie zur Situation in den Übergangswohnheimen:

Bericht der Sozialsenatorin zur Unterbringung von geflüchteten Menschen vor dem Hintergrund der Corona-Krise Sozialsenatorin vom 3. April 2020

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