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Mo, 22. Februar 2021

„Ein Tag für Mehmet Turgut“

Gedenken mit der Rostocker Bürgerschaftspräsidentin und Podiumsgespräch online

Am 25. Februar 2004 wurde Mehmet Turgut in einem Imbisswagen im Neudierkower Weg von Neonazis aus dem NSU-Netzwerk ermordet. Er wurde nur 25 Jahre alt. Seit Februar 2012 finden jährlich Gedenkveranstaltungen an dem Ort statt, an dem er starb. Aufgrund der Covid-19 Pandemie wird es in diesem Jahr keine zentrale öffentliche Gedenkveranstaltung geben.
Die Initiative wird zum Tatzeitpunkt um 10:10 Uhr gemeinsam mit der Rostocker Bürgerschaftspräsidentin am Gedenkort in Toitenwinkel Blumen und Kränze niederlegen. „Aufgrund der Corona-Pandemie rufen wir in diesem Jahr alle dazu auf, individuell im Neudierkower Weg oder an anderen Orten an Mehmet Turgut zu gedenken“, so die Initiative. Fotos, Grußworte oder Forderungen können den Tag über unter den Hashtags #MehmetTurgut und #HRO2502 in den sozialen Medien geteilt werden.
Am Abend beginnt um 19 Uhr eine Onlineveranstaltung mit dem Titel „Kein Schlussstrich unter den NSU-Komplex! Den Forderungen der Betroffenen endlich gerecht werden!“
Sie wird gemeinsam mit der Rosa Luxemburg Stiftung MV, LOBBI, dem Rostocker Migrantenrat und dem Dokumentationszentrum “Lichtenhagen im Gedächtnis” organisiert.
Mit dabei sind:
- Caro Keller (NSU-Watch)
- Martina Renner (Stellvertretende Parteivorsitzende der LINKEN und MdB)
- Dr. Anna Luczak (Nebenklagevertreterin im NSU Prozess)
- Seyhmus Atay-Lichtermann (Vorsitzender des Rostocker Migrantenrats)
- Moderation: Heike Kleffner (Journalistin und Geschäftsführerin des VBRG)

Die Veranstaltung beschäftigt sich mit folgenden Fragen:
* Wird das bisherige Gedenken in Rostock den Wünschen und Forderungen der Angehörigen von Mehmet Turgut gerecht?
* Was konnte der Parlamentarische Untersuchungsausschuss im Schweriner Landtag bisher zur Aufklärung beitragen?
* Welche Erkenntnisse brauchte der Münchner NSU-Prozess zum Mord in Rostock?
* Wie wird der Gefahr rechten Terrors nach Kassel, Halle, Hanau und „Nordkreuz“ begegnet?
* Haben die Sicherheitsbehörden aus dem Staatsversagen im NSU Komplex Konsequenzen gezogen?

Die Veranstaltung wird als Livestream auf dem Youtube-Kanal der RLS MV übertragen: https://www.youtube.com/channel/UC4BnOTvYEjSapmyIbCYf_Ng Wer mitdiskutieren möchte, meldet sich bitte an und bekommt dann einen Zugangslink für das ZOOM-Webinar. Anmeldungen bitte an: mv@rosalux.org

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