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Mo, 14. Juni 2021

Rassismus gemeinsam überwinden

Antirassismus-Workshops mit dem Journalisten und Autoren Mohamed Amjahid

Gemeinsam mit dem Focke-Museum hat der Bremer Rat für Integration (BRI) zwei Workshops organisiert – einen zur Stärkung für von Rassismus Betroffene und einen für alle an der Frage Interessierten: Wie können wir als Gesellschaft Rassismus gemeinsam überwinden? Als Referent konnte der in Berlin lebende Journalist und Autor Mohamed Amjahid gewonnen werden.

In Zeiten, in denen Populist:innen rassistische Voruteile in die Mitte der Gesellschaft tragen, ist eine gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema notwendiger denn je. Die Tötung des Schwarz-Amerikaners George Floyd hat die Debatten über Alltags- und strukturellen Rassismus und Diskriminierung nochmals angefacht. Deshalb möchte der BRI zusammen mit dem Focke-Museum am 1. und 2. Juli zu zwei Verantstaltungen einladen. Den Auftakt bildet ein Empowerment-Work-shop, der sich ausdrücklich an von Rassismus betroffene Menschen (Schwarze Menschen und People of Color) wendet.

Empowerment Workshop

Die Teilnehmenden können sich hier in geschützter Atmosphäre über ihre Erlebnisse mit dem Thema Rassismus im (Arbeits-)Alltag austauschen. Dabei zeigt ihnen Mohamed Amjahid (33), wie sie mit diskriminierenden und rassistischen Erfahrungen und Erlebnissen umgehen, ihre Haltung stärken und die eigene Wahrnehmung dafür sensibilisieren können.

Antirassismus Workshop

Die zweite Veranstaltung wendet sich an alle, die sich kritisch mit dem Thema „Antirassismus“ auseinandersetzen oder sich weiterbilden möchten. Die Frage ist: Wie können wir Rassismus gemeinsam überwinden? Diesen Workshop – der sich sowohl an Betroffene als auch an Nicht-Betroffene wendet – wird ebenfalls Mohamed Amjahid anleiten.
Ziel ist es, für antirassistische Sichtweisen zu sensibilisieren und ganz konkrete Strategien für das eigene Engagement und den (Arbeits)-Alltag zu diskutieren. „Wie verhalte ich mich, wenn ich einen rassistischen Vorfall beobachte?“ oder „Wie kann ich ein:e gute Verbündete:r sein? Wie kann ich meinen weißen Helfer:innenkomplex überwinden?“ Diese und viele weitere Fragen werden im Rahmen dieses Workshops spielerisch und offen diskutiert. Dabei ist es erwünscht, eigene Erfahrungen einzubringen.

Beide Workshops sind als Präsenzveranstaltung geplant. Ebenso die Lesung am 2. Juli um 20 Uhr im Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstr. 51

Do., 1. Juli, 13–17 Uhr
Empowerment-Workshop (für BPoC)

Fr., 2. Juli, 13–17 Uhr
Antirassismus-Workshop (für alle)
Ort: Focke-Museum, Schwachhauser Heerstr. 240

Anmeldung: bis 25. Juni 2021
cacan@drk-bremen.de oder aksen@focke-museum.de

Ticketlink zu der Lesung Vorverkauf schließt am 2.7. um 15 Uhr
Hinweis Auf Testpflicht Schlachthof


Mohamed Amjahid wurde 1988 in Frankfurt am Main als Sohn marokkanischer Eltern geboren. Heute lebt er als freier Journalist und Autor in Berlin. In seinen Büchern „Unter Weißen“ (2017) und „Der weiße Fleck“ (2021) analysiert er eine Gesellschaft, die von den Blicken einer weißen Mehrheit dominiert ist. Das Buch beginnt mit dem Satz: „Mein Name ist Mohamed, und ich mache mir große Sorgen um meine körperliche Unversehrtheit, meine Existenz, mein Leben in Deutschland, in Europa, im sogenannten Westen.“ Deutlich wird: Auch wenn das Bewusstsein für die Ungleichheit in unserem Land gewachsen ist, ist rassistisches Denken nach wie vor tief in uns allen verankert. Diesem blinden bzw. „weißen Flecken“ widmet sich Mohamed Amjahid in seinem Buch und in dem Antirassistischen Workshop am 2. Juli im Focke-Museum. Gleichzeitig zeigt der 33-Jährige in einer „Anleitung zu antirassistischem Denken“ wie man Rassismus verlernen kann.

Lesung, 2. Juli, 20 Uhr, Schlachthof

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