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Sa, 19. Februar 2022

Hanau muss Erinnerung aller werden

Projektion Hell Projektion 17 30 Uhr

„Das war eine Zäsur für unser Land! Neun Menschen wurden in Hanau brutal aus dem Leben gerissen, aus unserer Mitte. Sie waren ein Teil von uns. Wir werden sie nicht vergessen!“, so Reem Alabali-Radovan, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Alabali-Radovan ist Schirmherrin der bundesweiten Aktion „Hanau muss Erinnerung aller werden“, die der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat (BZI) mit zahlreichen Veranstaltungen initiiert und koordiniert hat.
Der Bremer Rat für Integration (BRI) ist Teil des Bündnisses und beteiligt sich gemeinsam mit dem Kulturzentrum Lagerhaus und dem House of Resources Bremen an dieser Aktion. Ziel der Bündnispartner:innen ist es, die antidemokratische Gesinnung, die durch Rassismus und rechte Gewalt verbreitet wird, nachdrücklich sichtbar zu machen.
Zentraler Bestandteil ist deshalb eine Lichtprojektion in Bremen und sechs weiteren Städten am zweiten Jahrestag des Anschlags, dem 19. Februar 2022. Projiziert werden die Porträts der Opfer sowie politische Forderungen. Die Projektionen tragen als provisorische Gedenkstätten zur Schaffung eines kollektiven Moments bei, der Innehalten, Gedenken und Erinnerung zugleich symbolisiert.
Projektion Dunkel Projektion Dunkel

Die Bundesintegrationsbeauftragte Reem Alabali-Radovan: „Wir müssen gemeinsam laut sein, denn der Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus geht uns alle an. Deshalb unterstütze ich die Initiative des BZI. Sie steht für eine starke Zivilgesellschaft, gegen Hass und Hetze.“ Auf Landesebene übernimmt Bremens Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte die Schirmherrschaft. Anlässlich des Gedenktages meldet er sich zu Wort: „Der rassistisch motivierte Anschlag von Hanau war auch ein Anschlag auf den Frieden und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Das macht uns alle zu Betroffenen, die besonders in solchen Momenten solidarisch zusammenstehen müssen!“
Die Vorsitzende des Bündnispartners Bremer Rat für Integration (BRI), Naciye Celebi-Bektas, warnt, dass Rechtsextremismus und Rassismus für den Frieden unserer Gesellschaft eine große Bedrohung darstellt: „Mit dieser bundesweiten Aktion möchten wir einerseits an den rassistischen Anschlag in Hanau erinnern. Andererseits möchten wir die Politik und die Gesellschaft an unsere kollektive Aufgabe, an den Kampf gegen Rechtextremismus und Rassismus erinnern.“ Naciye Celebi-Bektas begrüßt den Beschluss des Bundeskabinetts zur Einführung des 11. März als nationalen Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt.

Lichtprojektion an der Fassade des Bremer Theaters: Samstag, 19.2.2022, 17.30 bis ca. 22.00 Uhr, Goetheplatz 1–3.

Naciye Celebi-Bektas, 1. Vorsitzende des BRI
Recai Aytas, Kulturzentrum Lagerhaus

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