Presseinformationen

Sa, 14.08.2010

Workshop der AG Bildung am 17.8. im Kaminsaal des Rathauses

Bremen ist das Land der tausend Bildungsprojekte,
aber Schlusslicht in den Leistungsvergleichen.

Was sind erfolgreiche Projekte und Strategien, die eine Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen am Bildungssystem ermöglicht? Dieser Frage geht die AG „Vorschulische und schulische Bildung“ am Dienstag von 14–16 Uhr im Kaminsaal des Rathauses nach.

„Kein Kind darf verloren gehen – Strategien und Projekte zur gleichberechtigten Teilhabe von Kindern und Jugendlichen am Erziehungs- und Bildungssystem in Bremen“

Die Vielfalt an Projekten zur Förderung benachteiligter Schülerinnen und Schüler an Bremer Schulen ist beachtlich. „In der Regel sind sie jedoch zeitlich begrenzt und häufig finanziell aufwändig, so dass sie nur selten als Regelmaßnahem übernommen werden“, weiß Prof. Dr. Yasemin Karakasoglu von der Uni Bremen und Mitglied im Bremer Rat für Integration. Oft funktionierten sie in Zusammenarbeit mit der Uni und als Kooperationen zwischen verschiedenen Stiftungen und der Bildungsbehörde. „Aber was geschieht, wenn die Stiftungen sich aus der Förderung zurückziehen in einem finanzschwachen Land wie Bremen?“, gibt die Expertin zu bedenken. „Hier ist es notwendig nach Möglichkeiten zu suchen, die erfolgreichen Projekte zu identifizieren und in die Breite zu bringen.“

Ein weiterer Diskussionspunkt soll die Sprachförderung sein: 53 % aller Schulanfänger in diesem Schuljahr haben einen Migrationshintergrund. „Nicht alle brauchen Sprachförderung, aber Elementarbereich und Schule müssen sich auf den Normalfall des nicht mit der deutschen Sprache aufgewachsenen Schülers einstellen“, fordert Karakasoglu. „Hier ist die Kooperation zwischen Bildungs- und Sozialbehörde zu verbessern. Sprachförderkonzepte müssen systematisch aufeinander aufbauen und durchgängig bis zum Abitur fortgesetzt werden.“

Sieben Experten von der Universität, aus dem Bereich Soziales und Bildung und aus der Praxis werden am Dienstag, 17.8. von 14 bis 16 Uhr, nach der „Fishbowl“-Diskussionsmethode mit den Zuhörern ins Gespräch kommen.
Interessierte sind herzlich willkommen!

Geladene Experten:
Dr. Doris Bollinger (Referatsleitung „Tagesbetreuung von Kindern“ bei der Sozialsenatorin)
Nevin Lutz, (LIS, Zentrum für schülerbezogene Beratung)
Helmut Kehlenbeck, (Oberschulrat bei der Senatorin für Bildung und Wissenschaft)
Reyhan Savran, (Vors. Türkischer Elternverein, Mitglied im Bremer Rat für Integration)
Prof. Dr. H. D. Schulz, (Bereich berufliche Bildung, Uni Bremen)
Dr. André-Michael Schultz (Vertreter der Bremischen Wirtschaft)
Prof. Dr.Yasemin Karakasoglu (Uni Bremen und Mitglied im Bremer Rat für Integration)
Moderation: Dr. Christoph Fantini (Fachbereich Bildungs- und Erziehungswissenschaften, Schwerpunkt: interkulturelle Bildung)

Gern steht Yasemin Karakasoglu für ein Interview zur Verfügung.

Ansprechpartnerin für die Presse: Antje Moebus, Tel.: 0421/361-8274 und Silke Düker: 0179/661 96 02

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