Presseinformationen

Mo, 10.05.2010

„Kein Kind darf verloren gehen“

Auf seiner zweiten öffentlichen Sitzung am 5. Mai 2010 in Bremerhaven hat der Bremer Rat für Integration (BRI) beschlossen, den Prozess der Sprachförderung bei Kindern mit Migrationshintergrund weiter voranzutreiben.

„In Bremen haben bisher 700 Kinder ohne jede Begründung den Cito-Sprachtest verweigert“, so Dr. Ricarda Knabe Mitglied der Arbeitsgruppe „Vorschulische und schulische Bildung“ des BRI. „Dabei ist dieser Test verpflichtend.“ Sicherlich habe die öffentliche Diskussion dazu beigetragen, dass viele Eltern verunsichert sind. „Doch dieser Test, so umstritten er sein mag, schadet auch nicht. Ganz im Gegenteil: Für viele Kinder ist er momentan die einzige Möglichkeit, vor Eintritt in die Schule eine Sprachförderung zu erhalten“, so Dr. Knabe weiter.

Über Sprache lernen Kinder ihre Umwelt kennen und treten in Interaktion. Sprache ist der Schlüssel zur Bildung. Der BRI möchte deshalb Eltern auf die große Bedeutung der Sprachförderung vor der Schule hinweisen und sie auffordern, die nächsten Termine für den Sprachtest (17.5. bis 21.5.) im Interesse ihres Kindes wahrzunehmen.

Besonders Kinder, die keinen Kindergarten besuchen, „und das sind erfahrungsgemäß viele Migrantenkinder“, so Dr. Knabe, können nur schlecht erreicht werden. Nach dem Motto: „Kein Kind darf verloren gehen“ fordert der BRI deshalb die Bildungsbehörde auf, Wege zu finden, auch diesen Kindern bei Bedarf eine Sprachförderung vor der Einschulung zukommen zu lassen. Mit diesem Anliegen wendet sich das Gremium auch an die Ortsbeiräte und die Quartiersmanager in den Stadtteilen, die die Familien oftmals besser kennen.

„Der Bremer Rat für Integration will erreichen, dass der Zugang zu einer Sprachförderung im nächsten Jahr für alle Kinder gewährleistet ist, die einer solchen Förderung bedürfen. Und er fordert außerdem eine Neuentwicklung der umstrittenen Grundlage dieses Tests mit allen Beteiligten“, so BRI-Mitglied Dr. Ricarda Knabe.

Ansprechpartnerin: Dr. Ricarda Knabe, Tel.: 0421/ 361- 18165

Bremer Rat für Integration
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