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„Fliegende Funken“

Internationales Festival für improvisiertes Theater

Improvisiertes Theater ist traditionell ein Raum, in dem die machtvollen Positionen der Gesellschaft reproduziert werden. Der Großteil der aktiven Performerinnen verkörpert in aller Regel Positionen, Sexualitäten, Lebenserfahrungen, Denkweisen der Mehrheitsgesellschaft – und reproduziert diese so „spontan“ auf der Bühne. Was für Angehörige der weißen Mehrheitsgesellschaft ein sicherer Raum zum kreativen Spielen ist – sei es in Workshops, Kursen oder vor Publikum auf der Bühne – ist für Menschen, die nicht dieser Mehrheit angehören schnell nur ein weiterer Ort alltäglicher Diskrimierung.
Gleichzeitig bietet gerade das Improtheater viele Möglichkeiten, jede individuelle Identität auf die Bühne zu bringen, zu performen, zu ehren und zu feiern. Spieler
innen können alles Mögliche Eigene auf die öffentliche Bühnen bringen. Hier werden Menschen um ihrer selbst Willen gefeiert, jede Idee wird wertgeschätzt, Empathie und Support sind – in einer idealen Welt – Grundhaltungen des Improtheaters.

Das diesjährige „Fliegende Funken – internationales Festival für improvisiertes Theater“ vom 4.–8. September 2019 in Bremen ist ein Versuch, Improtheater als safe space für alle zu entwickeln, in dem auch Menschen Improtheater spielen, erforschen genießen können, die sonst bisher (ggf. aus oben genannten Gründen) kaum Interesse an dieser Theater-/Comedy-Form haben. Dazu gehören spezielle Workshop-Angebote exklusiv für People of colour und Menschen mit Rassismuserfahrungen (Lou Gonzalez: CODE SWITCH), sowie für Menschen mit queeren Identitäten (Lou Gonzalez: SLAY WORKSHOP).

4.-8. September 2019, Kulturzentrum Lagerhaus

Facebook event: https://www.facebook.com/events/487735991766594/

http://fliegendefunken.de

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